Rückblick: Türen auf mit der Maus 2025
Auch in diesem Jahr war der Aktionstag des WDR „Türen auf mit der Maus“ nach dem Motto „SpielZeit“ für uns bei Bestattungen Bergermann in Gelsenkirchen-Buer wieder ein besonders schönes Erlebnis.
Mehr als 60 kleine und große Maus-Fans folgten unserer Einladung, um auf spielerische und kindgerechte Weise zu erfahren, was wir als Bestatter tun und auch um den Themen Tod und Trauer näher zu kommen. Dazu gab es detaillierte Einblicke „hinter die Kulissen“ und auch Ideen und Ratschläge, wie man mit Trauer & Verlust umgehen kann. Wie immer gab es den ganzen Tag tolles Feedback von den Kindern (und den Erwachsenen). Die ganz besonderen Fragen finden Sie auch hier weiter unten.
Folgen Sie in Worten und Bildern unserer gemeinsamen Reise durch unser Bestattungshaus.
Station 1: Basteln und Malen, bevor es los geht
Vor Beginn konnten sich die ersten Teilnehmer:innen die Wartezeit in unseren Besprechungsräumen vertreiben. Dort gab es Mal- und Bastelvorlagen rund um die Maus und den Elefanten.
Station 2: die Urnen- und Sargausstellung
Urnen und Särge gibt es in verschiedenen Varianten. Jeder durfte anfassen, hochheben (die Urnen) und auch mal reinschauen. Das warf die ersten Fragen auf …
Station 3: ein Sarg zum Probeliegen
Weil letztes Jahr einige Kinder danach gefragt haben, gab es dieses Jahr die Möglichkeit dazu: Probeliegen im Sarg. Dieses Angebot nahmen auch manche Eltern gerne an.
Station 4: ein Abschiedsritual an einer Urne aus Papier
Auf kleinen Tränen aus Papier durften die Kinder ihre eigene Botschaft hinterlassen, die auf die Urne geklebt wurde. Am Ende ergab das eine wunderschöne individuelle Urne, die wir demnächst in unserem Schaufenster zeigen werden.
In dem Raum zeigten wir auch weitere Beispiele individuell gestalteter Urnen.
Station 5: die Trauerfeier
In unserer Kapelle befand sich ein Sarg, der zunächst durch ein Blumenritual gestaltet werden sollte. Jedes Kind bekam eine Blume, um sie in das Band am Sarg zu stecken. Aber auch andere Dinge wurden rund um den Sarg drapiert, um allen zu zeigen, dass eine Trauerfeier ganz individuell und persönlich gestaltet werden kann. Danach erklärten wir, wie so eine Trauerfeier abläuft.
Der Gang danach führt oft zum Friedhof, unsere nächste Station.
Station 6: die Beisetzung
Nach einer Trauerfeier findet in der Regel im Anschluss daran die Beisetzung der Urne oder des Sarges statt. Hier gibt es viele unterschiedliche Möglichkeiten, um dem Wunsch des/der Verstorbenen oder der Zu- und Angehörigen nahe zu kommen. Neben dem klassischen Erdgrab für Sarg oder Urne auf dem Friedhof, gibt es außerdem Kolumbarien – Fächer, in denen Urnen überirdisch aufbewahrt werden. Außerdem erklärten wir, dass Urnen auch im Meer oder im Wald beigesetzt werden können. Oder wir sprachen auch von der Möglichkeit, die Asche in große Ballons umfüllen zu lassen und sie in den Himmel steigen lassen zu können (Himmelsbestattung).
Station 7: der Leichenwagen
Der Leichenwagen (wir nennen ihn Überführungswagen) kommt in der Regel 2 x zum Einsatz. Das erste Mal, wenn der Verstorbene von uns abgeholt wird. Beim zweiten Mal wird entweder die Urne oder der Sarg zum Friedhof gebracht.
Ein Auto das abermals Klein und Groß beeindruckt hat. Nicht nur die Optik ist besonders, sondern auch seine technische Ausstattung. Bei dem Wagen handelt es sich um einen Sonderumbau, der alle Handgriffe und besonderen Anforderungen berücksichtigt.
Station 8: ein gebrochenes Herz aus Holz
Der Prozess der Trauer soll für Kinder greifbar sein. Deswegen stellten wir die Herzen von Lavia vor. Das Herz besteht aus 2 Teilen, die durch einen Magneten zusammengehalten werden. Wenn jemand stirbt, den man sehr lieb hat, dann bricht einem das Herz. Aus dem Herz werden dann 2 Teile, die die Form einer Träne haben. Irgendwann finden die Teile wieder zusammen und bilden wieder ein Herz. Die Narbe des gebrochenen Herzens verschwindet aber nie wieder ganz.
Jedes Kind bekam sein eigenes Herz, das im Anschluss bemalt werden durfte. Nebst etwas zum Trinken und Essen.
Die Erwachsenen nutzten währenddessen die Zeit zum Austausch. Das ist so wertvoll, auch dafür sind wir dankbar.
Wir danken dem WDR, dass wir wieder dabei sein durften.
Sicher werden wir uns auch kommendes Jahr wieder bewerben.
Ein Hinweis in eigener Sache:
Alle Szenen waren nachgestellt. Natürlich befanden sich keine Verstorbenen oder deren Asche zum Zeitpunkt der Führungen in der Nähe der Kinder.



